Von denen, die auszogen

Gibt es eine kulturelle Identität?

Kuratorin: Kristin Korz

24. August bis 10. Oktober 2019

Vernissage: Freitag, 23. August | 20 Uhr

Jeder Künstler schöpft zu einem wesentlichen Teil aus der Kultur, aus der er hervorgeht. Zugleich aber ist er eingebunden in die Entwicklung einer globalisierten Welt und kann die Traditionen anderer Kulturen für seine Arbeit nutzen.
Die Klammer der Ausstellung bildet zunächst das formale Kriterium der Biografie. Alle Künstler der Ausstellung sind im Ausland geboren und aufgewachsen und haben sich als junge Erwachsene entschieden, nach Deutschland zu kommen, sind dann geblieben und arbeiten nun in Deutschland.

In Selbstportraits reflektiert Mona Hakimi-Schüler ihre iranische Herkunft, während der aus dem Irak stammende Fahar Al Salih in seinen Malereien symbolisch das Thema Schutz umkreist.
Russland ist Ausgangspunkt für Katharina Lehmann mit ihren Strukurbildern ebenso wie für Grigori Dor mit seinen collagenartig malerischen Erfindungen.
Wataru Murakami aus Japan befragt seinen Alltag mit Dokumenten, Rosilene Ludovico aus Brasilien dagegen das Zeichenhafte von Linie und Spur.
Das Thema der Malereien des Äthiopiers Tesfaye Urgessa ist die Verletzlichkeit des Menschen, während der aus Mosambik stammende Belarmino Barros mit erdigen Farbtönen harmonische
Klänge erzeugt.

Die von Kristin Korz kuratierte Ausstellung zeigt in Beispielen, dass es keine unveränderlichen kulturellen Identitäten gibt, sehr wohl aber kulturelle Ressourcen und deren Veränderung.

Vernissage: 23. August | 20 Uhr

Begrüßung:
Barbara Kleinschmidt
Vorsitzende des Kunstvereins Villa Streccius

Grußwort:
Dr. Maximilian Ingenthron
Bürgermeister der Stadt Landau

Einführung:
Prof. Dr. Marc Fritzsche
Kunstpädagoge, Universität Koblenz-Landau

Musik:
Anna Shevchenko-Böhmer
Violine

Mit freundlicher Unterstützung: