Rückblick: Zweite Natur – Heilige Haine in der Kunst
Teilnehmende Künstler

Eva Clemens | Malerei

Geboren in Landau, lebt und arbeitet in Annweiler, Heidelberg und Berlin. Atelierlehre bei dem Maler und Grafiker Hermann Clemens, Ausbildung in einer Keramikwerkstatt, Arbeit als Plastikerin in eigenem Studio, Studienaufenthalt in Los Angeles, USA. Studium bei Prof. Wolfgang Peuker,  Kunsthochschule Berlin-Weißensee, sowie bei Prof. Ulrich Hachulla, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig.  

Werke: Bildkünstlerische Projekte u.a. Volksbühne Berlin zu "Frida Kahlo", Choreografie Hans Kresnik, Opernhaus Leipzig; zu "Pax Questuoso", Choreografie Professor Uwe Scholz, Stadttheater Heidelberg und am Nationaltheater Mannheim; Bilderzyklus für das Buchprojekt "Prometheus" zum Prometheus-Zyklus von Ted Hughes mit dem Suhrkamp-Insel-Verlag Frankfurt/Main und dem Goethe-Museum in Frankfurt.

Freie Malerin, Grafikerin, Autorin von theoretischen Texten zur Kunst sowie von Prosatexten.
Ausstellungen 2010: im Stadtmuseum Halle, bei der art-Schwetzingen, im Museum unterm Trifels, in Lunéville (Frankreich), bei der UND#5 Karlsruhe, und bei KIS Schwetzingen. Vertreten in der Sammlung Fournier (Paris), Sammlung Reinhold Würth (Künzelsau), etc.

Eva Clemens: "Centralpark New York"
Mischtechnik auf Bütten

Mehr Informationen: www.evaclemens.kulturserver-berlin.de

Robert Dämmig | Fotografie

1966
- in Riesa geboren, lebt und arbeitet in Berlin

1988-1991
- Musikstudium Universität Dresden

1991-1993
- Arbeitsaufenthalt in Frankreich

1993-2002
- Hinwendung zur Kunst und Kunstfotografie

2004
- erste Ausstellungen in Berlin und Bordeaux, Arbeitsaufenthalte in vielen Ländern Europas

2006
- Beginn der Fotoserie "Grids / Structures / Spaces"

2007
- Kunstmesse Köln

2008
- Beginn der Entwicklung fotografischer Diptychen, Ausstellungen in Berlin, Plauen und Trier
- Einzelpräsentation auf dem 5. Berliner Kunstsalon

2009
- Arbeitsaufenthalte in Kanada und USA
- Ausstellungen Kunstverein Celle; Kunstverein Neckar-Odenwald in Buchen.
Seine scharf gezeichneten und schonungslosen Farbfotografien sind Dokumentationen des Zerfalls, der Rückholung von Architektur und zivilisatorischen Lebensraum in die Natur - eine Kulturgeschichte rückwärts. Die Blicke aus dem Fenster nehmen das traditionelle romantische Motiv wieder auf, doch erhält es den morbiden Geschmack einer verfallenden Kulturlandschaft.

Robert Dämmig: "Romantic surface" (2002)

Mehr Informationen:
www.demik.de/work_grids/works_grids_html/works_grids_index.html

Astrid Diehl | Fotografie

1940 geboren in Frankfurt, lebt und arbeitet in Ilbesheim bei Landau. Mathematikstudium. Vielfältige Projektarbeiten im Umweltschutz, besonders bei regenerativen Energien; Entwicklung wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Senegal. Intensive Beschäftigung mit Fotografie, vor allem Landschafts- und Naturfotografie in s/w-Großformattechnik seit 1996; Unterricht bei Martin Blume, Edesheim; Workshops bei Al Weber, Carmel, California;  David Vestal, Bethlehem, Connecticut.

Gruppenausstellungen:

2002
- Visionen Atelier "Neue Flügel für Ikarus", Neuenheerse

2005
- Kunstverein Landau, "Flora und Fauna"
- Fotobuch Kambodscha, Phnom Penh
- Beteiligung Modern Architecture in Cambodia

2006
- Homburg/Saar, Orangerie
- Sparkasse Landau

2007
- Holzmühle, Westheim

2009
- Kanalmühle Siebeldingen
- Wanderausstellung "Experimenta"
- Atelier "Neue Flügel für Ikarus", Neuenheerse

2010
- Dörenhagener Kunstausstellung
- Museum Beverungen-Dahlhausen

Astrid Diehl: "Soon Leaving for Mandaley", Myanmar

Mehr Informationen: www.photography-fine-art.com

Katja Fischer | Malerei

1970
- in München geboren, Psychologiestudium mit Diplom

1995-1999
- Studium Malerei bei Prof. Horst Sauerbruch, Akademie der Künste, München.

1998
- Studium an der Hochschule für Kunst und Design, Helsinki

2004/05
- Studium der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Anke Doberauer

Lebt als freie Malerin und Bildhauerin in München

Katja Fischer malt kleinformatige Öl-Leinwandtableaus, welche eine verblüffende und irritierende Perspektive und Verzerrungen auf die kleine naturgegebene Verhältnisse freigeben, etwa auf die Laufstraßen von Ameisen, die Mimikry von Eidechsen oder den Hummelflug. Ein Blick der zweiten Natur, welcher sich als Kunstwahrnehmung offen präsentiert.

Katja Fischer: "Mustbeinsane"
Öl auf Leinwand

Mehr Informationen: www.katjafischer.net

Renate M. F. Günter | Malerei

1949
- geboren in Mannheim,

1964-1966
- Studium an der Rödel Kunstschule, Mannheim

1966-1967
- Freie Akademie Werkkunstschule, Mannheim

1997-2001
- Freie Kunstschule Rhein-Neckar, Mannheim

2000
- Kiwanis Förderpreis Mannheim, 3. Preis: "Künstler sehen das Rote Kreuz“

2002 
- Kunstpreis Stadt Kirn

- Mitglied des BBK Mannheim und der Gedok Mannheim-Ludwigshafen
- lebt und arbeitet in Mannheim

Renate Günter pflegt einen gesellschaftskritisch-satirischen Malstil, indem sie die Konflikte und Verletzungen zwischen Natur und Zivilisation sowie die Sehnsucht des modernen Menschen nach unberührter Natur, die doch nicht wirklich gewollt wird, mit Öl auf die Leinwand bringt.

Renate M. F. Günter: "Gespannter Bogen I"

Thorsten Hallscheidt | Medienkunst, Installation

1964 in Karlsruhe geboren. Studium der Philosophie und der Literaturwissenschaften in Düsseldorf Studium an der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Meisterschüler bei Prof. Ernst Caramelle, postgradualer Studiengang im Fachbereich Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln, Diplom im Fachbereich Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.
 
Preise: u.a. Max Ernst Stipendium Brühl, Nam June Paik Award Kunststiftung NRW zahlr. Ausstellungen, u.a mit Videoinstallationen zum Thema Heimat, Natur und synästhetische Wahrnehmung von Kultur (elektronische Musik) und Natur (Vegetationsperioden von Bäumen). Der Heilige Hain des griechischen Arkadien wie der germanischen Mythologie scheint dabei in den Blick zu geraten.

Lebt und arbeitet in Karlsruhe.

Thorsten Hallscheidt: "Landschaft II" (2010)
Videoinstallation

Mehr Informationen: www.hallscheidt.com

Michael Lauterjung | Malerei, Fotografie

1959
- geboren in Stuttgart

1980/81
- Studium Freie Kunstschule, Stuttgart

1981-85
- Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart

1985/86
- Hochschule für angewandte Kunst, Wien

1987
- Atelier in Köln

seit 2000
- Atelier in Cammin

Lauterjungs großformatige Stillleben als reine Naturobjekte scheinen auf den ersten Blick zum Schönen zu verführen und doch zeigen sie die Diskrepanz zwischen wohlgefälliger Eingängigkeit und dem subversivem Bruch eines tradierten Bildkanons. Semantische und visuelle Mehrdeutigkeiten sind Grundmuster seines Schaffens.

Michael Lauterjung: "Die bessere Hälfte" (2011)
Mischtechnik auf Leinwand

Mehr Informationen:
www.galeriepetersbarenbrock.de/index.php?id=4&aid=15

Ilaria Locati | Installationen, Objekt- und Konzeptkunst

1974
- in Mailand geboren

1993-1994
- Studium im Studio Artistico bei Prof. Bali, Mailand

1994-1999
- Studium Kunstakademie Mailand mit Diplom Bildhauerei

1999-2000
- Studium Naturwissenschaft Universität Mailand

Lebt und arbeitet in Vernasca, Nähe Piacenza in Norditalien

Die Arbeiten Locatis bestehen zumeist aus Naturmaterialien der Arte povera, Holz, Erde, Wachs, Blei, Eisen, Steine, sowie Gegenstände der Tier- und Pflanzenwelt, womit poetische und symbolisch-assoziative Installationen bis zu monumentalen Größenverhältnissen entstehen können. Wichtigstes Element und Mittelpunkt ihres Schaffens ist die Natur selbst, die die durch ihre künstlerische Arbeit in ihrer Bedürftigkeit nach Schutz und Verteidigung wahrgenommen werden kann.

Einzel- und Gruppenausstellungen: Librera Bocca, Mailand, Internationale d'Arte Animalista, Artisti in Fieri, Mailand, Parma; Forme e Colori Galleria, Spazio Arte & Castell'Arquato Piacenza; Galerie Goethestraße München; Kunstverein Heidenheim; Italienisches Kulturinstitut Berlin, Kunstmessen in Parma; im EU-Kongresspalast Rom, In der Internationalen Messe der Moderne in Bozen.

Ilaria Locati: "Le verità nascoste"

Mehr Informationen: www.ilarialocati.it

Jessen Oestergaard | Fotografie

1962 geboren in Berlin. Seit der Kindheit wohnhaft im Raum Schwetzingen; Magisterstudium der Anglistik und Romanistik in Heidelberg; Stipendium an der San Diego State University, U.S.A. Fotografiekurse am dortigen Industrial Arts Department. Parallel zum Studium intensive Beschäftigung mit gestalterischer Fotografie. 1993 Hasselblad Fine Art Preisträger, ausgewählter Künstler der 17. Kreiskulturwoche des Rhein-Neckar-Kreises; Katalog und Wanderausstellung "Atelier & Künstler". 2006 Freier Künstlerischer Fotograf, Mitglied des VBKW e.V., BBK, vertreten durch die Galerie Keller, Mannheim. Jessen Oestergaard ist Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender des Künstlervereins KIS KünstlerInitiative Schwetzingen e.V.

Oestergaard ist der bedeutendste heutige Fotograf des Schwetzinger Schlossparks. Dieser Park erscheint als die Inkarnation der Konzeption einer zweiten Natur, da er als französischer Barockgarten eine künstlich vervollkommnete Natur darstellt, welche die eigentliche Natur der Vision einer absolutistischen Staatssymbolik und rationalistischen Ästhetik unterwarf.

Jessen Oestergaard: "Brückenblatt"

Mehr Informationen: www.jessen-oestergaard.de

Sebastian Walter-Lilienfein | Malerei

Sebastian Walter-Lilienfein wurde 1959 in Düsseldorf geboren, studierte ab 1980 Freie Malerei an der HBK Kassel bei Prof. Kurt Haug und Prof. Manfred Bluth, Diplom 1986. 1991 wurde er Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland.

Seit 1986 Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. in Berlin (z.B. Realismus-Triennalen 1993 und 1996 im Gropiusbau), Düsseldorf, Essen (z.B. Reise in entlegene Räume 2005 in der Zeche Zollverein), Fulda, Kassel, Köln, Mainz (z.B. Positionen des Realismus 2005 im Kunstverein Eisenturm), München, Paris (z.B. FIAC 1993 im Grand Palais, Salon d'Automne 2000), Ratingen. Er lebt und arbeitet in Essen.

Sebastian Walter-Lilienfein: "Himmel und Erde" (2005)
Öl auf Leinwand

Mehr Informationen: www.walter-lilienfein.de

Heide Weidele | Objektkunst, Installation

1944
- geb. in Frankfurt/M.
- Hochschule für Gestaltung Offenurg,

1972-1982
- Staatliche Hochschule für Bildende Künste-Städelschule Frankfurt

1995/96
- Gastprofessur an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

1996
- Gastprofessur Universität Weimar

1997-1998
- Lehraufträge Universität Weimar

Heide Weidele verwandelt alltägliche Plastikteile fast alchimistisch in Naturobjekte, Pflanzen, Blumen, die allerdings ihre zweite Natur als Plastik bewahren. Weidele simuliert Natur durch die Betonung unserer künstlichen, naturfernen Lebenswelt, Entfremdung wird zum Wesen ihrer Kunstdinge.

Heide Weidele: "Seerose"

Mehr Informationen: www.heideweidele.de